B.v.St.Barre & Co/ Der Popliteraten-Thread

Gebleichter Zellstoff, Vinyl, Zelluloid und ... ja ... Mist, woraus besteht TV?

Moderator: hessen-wohin

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HellBoy
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B.v.St.Barre & Co/ Der Popliteraten-Thread

Beitrag von HellBoy »

Einst dachte ich mir: Die einen hassen den Stuckrad-Barre, die anderen loben ihn, wer hat wohl recht?
Ich dachte mir mach ich mir ein Bild und lese ein Buch von dieser so umstrittenen Person.
So beging ich einen Fehler, ich kaufte mir das Buch "Soloalbum". Es ist SCHLECHT!
Jetzt ein Jahr später (das Buch geistert wohl immer noch auf den indonesischen Inseln rum, wo ich es liegen gelassen habe) muss ich lesen, dass aus diesem Untertertianer-Aufsatz ein Film gemacht wurde :roll: .
Kommentare :?:
Zuletzt geändert von HellBoy am 8. Jul 2003, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Mac
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Beitrag von Mac »

Kommentare?

Nö eigentlich keinen.
John Dillinger
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Beitrag von John Dillinger »

benjamin ist langweilig
Bitte beachten sie nicht was hier steht!
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Cherno Jobatey
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Beitrag von Cherno Jobatey »

<b><a href="http://www.compuserve.de/nachrichten/co ... cid=392402" "target=_blank" class0"postlink">Anke Engelke ist wieder Single - Stuckrad-Barre trennt sich</a>

Hamburg - Comedy-Queen Anke Engelke (37) und Benjamin Stuckrad-Barre (28) gehen wieder getrennte Wege. Der Pop-Literat ("Soloalbum") sagte der "Bild"-Zeitung, er sei nicht mehr "Teil dieser Beziehung".

"Ich habe mich verloren"</b>

Als Grund nannte Stuckrad-Barre, dass er ein anderes Lebensmodell, eine "andere Idee von echtem Zusammensein" hatte. "Das Rumhüpfen zwischen den Städten hat mich irre gemacht", fügte er hinzu. "Ich habe mich verloren, deshalb habe ich mich getrennt." Auf die Frage, ob es eine andere Frau in seinem Leben gibt, sagte der Dichter: "Kein Kommentar."

<b>Tochter Emma beim Vater</b>

Anke Engelkes Ehe mit dem Musiker Andreas Grimm (39) war im Mai 2000 gescheitert. Tochter Emma (6) blieb laut Zeitung beim Vater. Die anschließende Liaison mit Moderator Niels Ruf (31) war nach wenigen Monaten ebenfalls gescheitert. (fw/ddp)
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Quodlibet
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Beitrag von Quodlibet »

In der Harald Schmidt-Show wurde mal eine Stuckrad-Barre-Schnorre
"Claus Peymann kauft sich keine Hose, geht aber mit essen", aufgeführt, die ich ganz amüsamt fand (näheres finden Sie<A HREF="http://www.sat1.de/haraldschmidt/" TARGET="_blank">hier</A>).
Aber lesen mag ich seine Bücher auch nicht.

Gruß Q.
justine
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Beitrag von justine »

Ich habe vor einigen Jahren (als ich noch young and impressionable war, und weniger kritisch als jetzt), Soloalbum und Livealbum gelesen, und fand sie durchaus lustig, interessant und auch gut geschrieben.
Aber durchwachsen von einer entsetzlich penetranten und offenbar völlig unironischen Arroganz und Selbstgefälligkeit, die mir das ganze ziemlich verleidet hat.
Aber man kann den schon lesen. Wenn einen das nicht stört.
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Und da hab ich doch was passendes zu Stucki gefunden.
Nietzsche hat geschrieben: Die Ironie ist nur als pädagogisches Mittel am Platze,(...)-Wo ein solches Verhältnis, wie zwischen Lehrer und Schüler, nicht stattfindet, ist es eine Unart, ein gemeiner Affect. Alle ironischen Schriftsteller rechnen auf die alberne Gattung von Menschen, welche sich gerne allen Anderen mit dem Autor zusammen überlegen fühlen wollen, als welchen sie für das Mundstück ihrer Anmaßung ansehen.
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General Amnestie
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Beitrag von General Amnestie »

Das ist ja hochinteressant, Hellboy.
Ich persönlich hab nichts von Stuckrad-Barre gelesen, aber ich meine mich erinnern zu können, wie er einmal in eine Fernsehkamera brüllte, dass diese verdammte Ironie tot sei und er es anmaßend fände, wenn heutzutage noch jemand ironisch auftrete, da man ja in dieser unserer heutigen Welt ohnehin nichts mehr vollständig durchschauen könne, und deshalb Ironie völlig fehl am Platze sei.
Haben Sie den Eindruck, Stuckrad-Barre bediene sich in seinen Büchern selbst der Ironie, oder wie darf ich Nietzsches Ironiekritik hier verstehen?
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Cherno Jobatey
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Beitrag von Cherno Jobatey »

Ja sicher, General! S.-B. macht andauernd einen auf ironisch.

- Im FAZ-Archiv habe ich hier noch einen Leserbrief vom 28.09.01 gefunden, der sich auf einen Artikel von S.-B. (der eine Zeitlang Autor der FAZ war) bezieht:
FAZ hat geschrieben:<b>Reflexhaftes Geplapper</b>

Zum Beitrag „Politik ohne Bad“ (F.A.Z.-Feuilleton vom 7.September): Benjamin von Stuckrad-Barre mokiert sich über Politiker, die sich mit der Klatschpresse einlassen. Er tut es freilich selber im Ton eines Klatschreporters – vielleicht nicht unbedingt der Presse, eher des Fernsehens. Er schreibt etwa über das Auftreten Gerhard Schröders beim Kanzlerfest: „Mit ruhiger Hand um die Schultern seiner Ehefrau stand er da“. Das ist spöttisch, das ist schnoddrig, das ist sprachlich verunglückt, und genau in der Art, die für Klatschmagazine im Fernsehen so typisch ist. Stuckrad-Barre zitiert, was Rudolf Scharpings Ex-Ehefrau zu den seinerzeit aufsehenerregenden Swimmingpool-Fotos sagte: „Rotes Hemd mit weißer Hose gefällt mir nicht. Badehose hätte er sich nicht auch noch antun sollen“, und er kommentiert das mit den Worten, man könne das „als indirekten Aufruf zur Nacktstrecke in ‚Playgirl’ verstehen. Und so genau wollte man es dann auch nicht wissen.“
Stuckrad-Barre schreibt, wie Moderatoren von Boulevard-Sendungen reden. Was er für geistreich hält, ist reflexhaftes Geplapper; Geplapper, wie man es außer im Fernsehen auch tagtäglich im Radio, beim Friseur oder in der Kantine hören kann. Es ist soziales Geräusch. Trotzdem verwahrt er sich dagegen, wenn Guido Westerwelle es ihm gleichtut und über Rudolf Scharping beispielsweise äußert, dieser „gehe baden, während doch die Bundeswehr schwimme“. - „Hoho!“, merkt hierzu Benjamin von Stuckrad-Barre an, „Achtung: Gag!“. Aber warum eigentlich? Der Senf, den er dazugibt, ist ja gewiß nicht besser.

<b>Burghart Klaussner,</b> Hamburg
Hübsch, nicht wahr?

- Sehr vielen Dank auch, HellBoy, für das schöne Nietzsche-Zitat!
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Vielen Dank Herr Jobatey,
sie haben auch wirklich immer den richtigen Link parat, während ich erstmal Wochen in meiner Bibliothek wühlen musste, bis ich obiges Zitat ausfindig machen konnte.
:roll:

@G.A.: Seien sie froh, dass sie den nicht gelesen haben. Ich hab's entgegen alle Warnungen getan. Es war ätzend.
Kann sein, kann auch nicht sein.
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obstgarten5000.

...

Beitrag von obstgarten5000. »

der FAZ-Leserbrief bringt es wirklich auf den Punkt... sehr sehr schön!
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

Der Stuckrad-Barre-Fil ist gefloppt, sehr schön :twisted:
Aber was,oh graus, muß ich heute lesen:
Denn plötzlich ist sie da, die Krise: die kranke Weltwirtschaft, Arbeitslosigkeit, der 11. September und die Angst vor dem Krieg. Und sie verändert grundlegend das Lebensgefühl der inzwischen Dreißig- bis Vierzigjährigen.
Sie ahnen es vielleicht...
Illies konfrontiert uns in »Generation Golf zwei« mit dieser Quarterlife-Crisis.
Quarterlife-Crisis, my ass!
Die Generation Golf ist dreissig geworden, aber immer noch nicht erwachsen. Frank Illies schildert seine Altersgenossen scharfsinning, komisch und voller Mitleid.

Das ist Rufmord. Nichts anderes: RUFMORD
Mit "Generation Golf" hat Frank Illies ein Schlagwort erfunden, dass nicht nur Soziologen begeisterte.
Diesen Soziologen hat es jedenfalls überhaupt nicht begeistert.

Ich erwarte einen ausführlichen Verriss in der nächsten SuperLupo! BITTE!

http://www.libri.de/shop/action/product ... P40H20F40I
Kann sein, kann auch nicht sein.
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General Amnestie
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Beitrag von General Amnestie »

Wer ist denn dieser Frank Illies, von dem Frau von Blomberg ständig faselt?
Ist das etwa der Bruder, dessen Erwähntwerden mir von Florian Illies "seinem ersten Buch" über die Generation Golf noch erinnerlich ist?
Hat der jetzt den zweiten Band geschreiben? Oder hat hier jemand die Trennung Frank Schirrmacher / Florian Illies noch nicht verwunden? Sind die beiden ohnehin ein und dieselbe Person?
Anne von Blomberg ist jedenfalls Spezialistin für Trendtexte und Ghostwriting ( http://avb.readme.de/home/index_html ). Deshalb ist der Name des angeblichen Autors eines Buches auch nicht so wichtig, weil es ja "eh nicht" von ihm ist.
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Beitrag von HellBoy »

General Amnestie hat geschrieben: Anne von Blomberg ist jedenfalls Spezialistin für Trendtexte und Ghostwriting ( http://avb.readme.de/home/index_html ). Deshalb ist der Name des angeblichen Autors eines Buches auch nicht so wichtig, weil es ja "eh nicht" von ihm ist.
außerdem bin ich lesesüchtig -nach krimis und thrillern, wenn sie in einem land oder berufen spielen, in denen ich mich nicht gut auskenne oder wenn sie wirklich gut/spannend/schrill/aufregend geschrieben sind.

nach büchern über geschichte (romanen und sachhistorie), wenn sie erklären, wie wir wurden, was wir sind.

nach politik, psychologie, soziologie und wirtschaft, wenn mir jemand wirklich einleutend erklärt, worauf«s heute und in zukunft ankommt.

nach koch- und "how-to"-büchern, wenn sie mehr bieten als die 736. wiederholung von nudelrezepten oder "wie heile ich mich mit apfelessig/bergkristallen/bach-blüten/esoterischen erlautungsversprechen"
Würden sie diese Frau als Ghostwriterin engagieren?
Natürlich!
Ein wahres Goldstück ist sie, die Frau von Blomberg.
:twisted:

P.S.: Ich tippe, sie war es mit dem Kronleuchter im Billardzimmer!
Kann sein, kann auch nicht sein.
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terf
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Beitrag von terf »

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