Diskursethik Weekly
Moderatoren: hessen-wohin, General Amnestie
- HellBoy
- Beiträge: 625
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:40
- Wohnort: B.P.R.D.-Headquarter (disclosed location)
- Kontaktdaten:
Man könnte Terrorismus und Gentechnik natürlich auch als dialektisches Gegensatzpaar auffassen. Der Terrorismus destruktiv und zerstörerisch, die Gentechnik kreativ und schöpferisch, und doch vereint beide das Potential, die Welt kräftig umzukrempeln, ersterer auf sozialer, letzterer auf biologischer Ebene. Wo bleibt der islamische Supersoldat, der beides vereint? Wann kommt Captain Saudi Arabia?
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
Man weiss es nicht.
Aber muß sich die Wissenschaft immer gleich so brutal an den armen kleinen Genen vergreifen, ausmendeln sollte doch reichen...
Ich finde, eine Mischung aus Gandhi und Hussein wäre doch eine echte Bereicherung und böte mehr spielerische Möglichkeiten, je nachdem welche Gene sich durchsetzten; entweder wäre das Ergebnis ein arabischer Friedensengel oder ein spindeldürrer Menschenschinder.
Nebenbei muß das denn nicht Genetik-Ethik heißen, das Gen ist doch an sich ein höchst unmoralisches Wesen und verhält sich neutral zu gut und böse?
@adorno: Sie sind mir schon ein Schelm, ich wollte nur mal wegen der im Rechtscheibforum avisierten "Monstertitten" hier reinschauen, und jetzt muß ich Texte lesen und Aufgaben lösen, das es qualmt.
Überanstrengt
Q.
Ich finde, eine Mischung aus Gandhi und Hussein wäre doch eine echte Bereicherung und böte mehr spielerische Möglichkeiten, je nachdem welche Gene sich durchsetzten; entweder wäre das Ergebnis ein arabischer Friedensengel oder ein spindeldürrer Menschenschinder.
Nebenbei muß das denn nicht Genetik-Ethik heißen, das Gen ist doch an sich ein höchst unmoralisches Wesen und verhält sich neutral zu gut und böse?
@adorno: Sie sind mir schon ein Schelm, ich wollte nur mal wegen der im Rechtscheibforum avisierten "Monstertitten" hier reinschauen, und jetzt muß ich Texte lesen und Aufgaben lösen, das es qualmt.
Überanstrengt
Q.
- hessen-heidegger
- Beiträge: 58
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:04
- Wohnort: In-der-Welt-sein-können
na, dann ich will ich auch was dazu sagen: die Verbindung zwischen Terrorismus und Gentechnik sehe ich nicht, sie ist nämlich - unterirdisch! haha, ein kleiner Scherz, so viel Spass muss sein. Jetzt aber mal ernst:
ich sehe es so: die ganze Oberflläche der Welt wird dank Satelitentechnik von den USA kontroliert, deswegen kommt bin Laden auf die Idee, einen Tunnel bis nach Amerika zu graben, um so seine Leute dort einzuschleusen. Um Zeit zu sparen, gräbt er nicht im Bogen unter der Oberfläche, sondern direkt querdurch und stösst so natürlich auf die Mutanten, die dort leben (siehe Uncanny X-Men #169). Sie sind Opfer geheimer Gentechnikexperimente und, tja, da hat sich auch schon unsere Verbindung... äh,..hypostasiert!
ich sehe es so: die ganze Oberflläche der Welt wird dank Satelitentechnik von den USA kontroliert, deswegen kommt bin Laden auf die Idee, einen Tunnel bis nach Amerika zu graben, um so seine Leute dort einzuschleusen. Um Zeit zu sparen, gräbt er nicht im Bogen unter der Oberfläche, sondern direkt querdurch und stösst so natürlich auf die Mutanten, die dort leben (siehe Uncanny X-Men #169). Sie sind Opfer geheimer Gentechnikexperimente und, tja, da hat sich auch schon unsere Verbindung... äh,..hypostasiert!
Um nicht zu sagen metastasiert.
Ich finde, hier fehlt die diskursive Tiefenschärfe. Alle albern rum, Hellboy ist zu den Dialektikern übergelaufen, Hessens früher so klargeistige kritische Diktion erschöpft sich in peinlichen Comic-Reminiszenzen, Quodlibet will eigentlich nur Titten sehen, und der arme Terrorist da draußen weiß immer noch nicht, wo wir ihn soziokulturell verorten.
Wo bleibt die Verantwortung des Intellektuellen gegenüber der Gesellschaft? Wahrscheinlich mal wieder "auf der Strecke"! "Danke", Herr Schröder!
ThWA
Ich finde, hier fehlt die diskursive Tiefenschärfe. Alle albern rum, Hellboy ist zu den Dialektikern übergelaufen, Hessens früher so klargeistige kritische Diktion erschöpft sich in peinlichen Comic-Reminiszenzen, Quodlibet will eigentlich nur Titten sehen, und der arme Terrorist da draußen weiß immer noch nicht, wo wir ihn soziokulturell verorten.
Wo bleibt die Verantwortung des Intellektuellen gegenüber der Gesellschaft? Wahrscheinlich mal wieder "auf der Strecke"! "Danke", Herr Schröder!
ThWA
- L. vom Hocker
- Beiträge: 276
- Registriert: 8. Jun 2002, 15:06
- Wohnort: egal
Mir scheint, das war auch nur ein Scherz. Bin Ladens Dialysegerät verträgt keine Temperaturen über 100° C. ...ist´n afghanisches.hessen-heidegger hat geschrieben:na, dann ich will ich auch was dazu sagen: die Verbindung zwischen Terrorismus und Gentechnik sehe ich nicht, sie ist nämlich - unterirdisch! haha, ein kleiner Scherz, so viel Spass muss sein. Jetzt aber mal ernst:
ich sehe es so: die ganze Oberflläche der Welt wird dank Satelitentechnik von den USA kontroliert, deswegen kommt bin Laden auf die Idee, einen Tunnel bis nach Amerika zu graben, um so seine Leute dort einzuschleusen. Um Zeit zu sparen, gräbt er nicht im Bogen unter der Oberfläche, sondern direkt querdurch und stösst so natürlich auf die Mutanten, die dort leben (siehe Uncanny X-Men #169). Sie sind Opfer geheimer Gentechnikexperimente und, tja, da hat sich auch schon unsere Verbindung... äh,..hypostasiert!
- hessen-heidegger
- Beiträge: 58
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:04
- Wohnort: In-der-Welt-sein-können
nun, Theo, ob nichtende Hypostasen (da schüttelts ja jeden Positivisten, du lässt wirklich keine Gelegenheit aus, du Schlimmer!) oder wuchernde Metastasen (im Gehirn natürlich), auch in diesen Beiträgen schimmert die Philosophia perennis durch, man muss nur - du ahnst es schon - hinter das Geschriebene blicken! Versuchs doch einfach! und her mit den Scheinen.
bin Laden gräbt natürlich nicht selbst, sondern lässt graben.L. vom Hocker hat geschrieben:Bin Ladens Dialysegerät verträgt keine Temperaturen über 100° C.
Glauben Sie mir, verehrter Adorno, nichts liegt mir ferner! Das ganze Zwischennetz quillt doch über von Titten, da muß ich doch nicht ausgerechnet hier danach suchen. Philosophieren wollte ich darüber - rein diskurstechnisch. Sagen Sie: Ist's vielleicht ein genmanipulierter weiblicher Terrorist?Adorno hat geschrieben: ...Quodlibet will eigentlich nur Titten sehen...
Immer noch interessiert
Q.
- HellBoy
- Beiträge: 625
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:40
- Wohnort: B.P.R.D.-Headquarter (disclosed location)
- Kontaktdaten:
Hey Adorno,
ist aber auch eine schwere Aufgabe...
Also nächster Versuch:
Ihr Ansatz mit der Individualisierung durch Auflösung des Allgemeinen erinnert an Georg Simmel (Herr Beck, da sind wir uns wohl einig, hat keinen Platz in diesem Forum).
Nach Simmel könnte man die Globalisierung spätestens seit dem Fall der UdSSR als rationale Verallgemeinerung der Herrschaftsstrukturen begreifen. Widerstand und besonders seine Spezialform Terrorismus wird dementsprechend individualisiert und verallgemeinert, da man ja, wenn man erstmal dagegen ist, dann im Prinzip nicht mehr unbedingt gegen den eigenen Heimatstaat vorgehen braucht, sondern genauso gut Wolkenkratzer in New-York oder Touristenattraktionen in Tunesien bomben kann. Dieses macht den Terrorismus dann auch benutzbar für einzelne Staaten( Eben was die USA der "Achse des Bösen" vorwerfen und selber schon länger betreiben).
Genauso benutzbar, wie --TUSCH-- Gentechnik. Hier findet nun eine Rationalisierung und damit eine Neubewertung der individuellen Biologie statt. Die Folgen sind i.Ggs zum Terrorismus noch sehr schlecht absehbar.
Eine Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch die Gentechnik mal angenommen(Filmtip: Gattaca), z.T. sogar von den Betroffenen selber gewollt (siehe taube Lesben). würde die Herrschaftsstrukturen erneut nivellieren und weiter rationalisieren, was wiederum, und hier ist die unterirdische Brücke, die Verallgemeinerung des Terrorismus fördern würde, da genetische Diskriminierung eine allgemeinere Ideologie liefert als der olle Islam. (Supersatz,eh?)
Nun das wars , ich hatte meinen Simmel leider gerade nicht griffbereit, musste also improvisieren.
ist aber auch eine schwere Aufgabe...
Also nächster Versuch:
Ihr Ansatz mit der Individualisierung durch Auflösung des Allgemeinen erinnert an Georg Simmel (Herr Beck, da sind wir uns wohl einig, hat keinen Platz in diesem Forum).
Nach Simmel könnte man die Globalisierung spätestens seit dem Fall der UdSSR als rationale Verallgemeinerung der Herrschaftsstrukturen begreifen. Widerstand und besonders seine Spezialform Terrorismus wird dementsprechend individualisiert und verallgemeinert, da man ja, wenn man erstmal dagegen ist, dann im Prinzip nicht mehr unbedingt gegen den eigenen Heimatstaat vorgehen braucht, sondern genauso gut Wolkenkratzer in New-York oder Touristenattraktionen in Tunesien bomben kann. Dieses macht den Terrorismus dann auch benutzbar für einzelne Staaten( Eben was die USA der "Achse des Bösen" vorwerfen und selber schon länger betreiben).
Genauso benutzbar, wie --TUSCH-- Gentechnik. Hier findet nun eine Rationalisierung und damit eine Neubewertung der individuellen Biologie statt. Die Folgen sind i.Ggs zum Terrorismus noch sehr schlecht absehbar.
Eine Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch die Gentechnik mal angenommen(Filmtip: Gattaca), z.T. sogar von den Betroffenen selber gewollt (siehe taube Lesben). würde die Herrschaftsstrukturen erneut nivellieren und weiter rationalisieren, was wiederum, und hier ist die unterirdische Brücke, die Verallgemeinerung des Terrorismus fördern würde, da genetische Diskriminierung eine allgemeinere Ideologie liefert als der olle Islam. (Supersatz,eh?)
Nun das wars , ich hatte meinen Simmel leider gerade nicht griffbereit, musste also improvisieren.
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
Man weiss es nicht.
- hessen-heidegger
- Beiträge: 58
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:04
- Wohnort: In-der-Welt-sein-können
na gut dann will ich mal wieder ganz ehrlich sein: die "unterirdische Verbindung" zwischen Terrorismus und Gentechnik sehe ich nicht, bin ja auch kein sich in der Blasenlandschaften seines eigenes Verstandes nicht mehr zurechfindender "Hippie-Mythologe".
Hellboy's Beitrag bringt uns aber wieder zu Fukuyama zurück und zu der Frage: Warum gibt es das Böse? Nimmt dieser Wahnsinn kein Ende? Ist wiedermal der "Humanismus" schuld? Oder ist das Böse geworfen und befangen in dem existierenden Dasein des Seienden?
Hellboy's Beitrag bringt uns aber wieder zu Fukuyama zurück und zu der Frage: Warum gibt es das Böse? Nimmt dieser Wahnsinn kein Ende? Ist wiedermal der "Humanismus" schuld? Oder ist das Böse geworfen und befangen in dem existierenden Dasein des Seienden?
- L. vom Hocker
- Beiträge: 276
- Registriert: 8. Jun 2002, 15:06
- Wohnort: egal
Ja, geworfen glaube ich. Es wurde in die Welt geworfen. Genau.hessen-heidegger hat geschrieben:Oder ist das Böse geworfen und befangen in dem existierenden Dasein des Seienden?
Hätten wir das Böse nicht, könnten wir nicht verzeihen oder 5 gerade sein lassen. Wir könnten nur noch zwischen gut, supergut und echt ok unterscheiden. - Der Anschlag auf das WTC wäre danach gut. Supergut wäre es, den Jackpot unter den Bedürftigen und Retardierten zu verteilen (alles zu mir!). Und echt ok wäre es, dem Möllemann mal links und rechts *piep* *piep*.
- L. vom Hocker
- Beiträge: 276
- Registriert: 8. Jun 2002, 15:06
- Wohnort: egal
Wagenkorso
Na Gottseidank ist mit all diesen Fragen ja am Sonntag endlich Schluß. Da sind wir Weltmeister. Und Erwin greift sich ne neue Tuss bei Dosenbier und Wagenkorso. Das wird schön.
- hessen-heidegger
- Beiträge: 58
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:04
- Wohnort: In-der-Welt-sein-können
- HellBoy
- Beiträge: 625
- Registriert: 18. Mai 2002, 14:40
- Wohnort: B.P.R.D.-Headquarter (disclosed location)
- Kontaktdaten:
Dann sollte es wohl heissen:
"[...]Oder ist die Divergenz zwischen Subjekt und Objekt geworfen und befangen in dem existierenden Dasein des Seienden?"
Na dann plädiere ich für den Humanismus als Schuldigen, schlicht deshalb weil das nur ein Wort ist und kein kryptischer Satz in Universitätsdeutsch.
"[...]Oder ist die Divergenz zwischen Subjekt und Objekt geworfen und befangen in dem existierenden Dasein des Seienden?"
Na dann plädiere ich für den Humanismus als Schuldigen, schlicht deshalb weil das nur ein Wort ist und kein kryptischer Satz in Universitätsdeutsch.
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
Man weiss es nicht.