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Verfasst: 11. Jul 2004, 19:02
von karmadrome
Der Film "Wiseguys" mit Harvey Keitel heißt im Deutschen
"Zwei Superpflaumen in der Unterwelt"
Klingt für mich eher nach der Kombo Gottschalk-Krüger.

Verfasst: 13. Jul 2004, 15:54
von Johnnie
es braucht nun wirklich nicht noch mehr amerikaner in heidelberg und somit bin ich absolut dagegen, dass in wohnungsanzeigen weiterhin der "Lebende Raum" angepriesen werden darf.
Verfasst: 17. Jul 2004, 00:48
von terf
roy batty (rutger hauer) in ridley scotts
blade runner im englischen original:
"i want more life, fucker"
in der deutschen synchronisation:
"gib mir leben, vater"
außerdem ist noch die seltsame übertragung des skinjobs in hau(t)jobb zu erwähnen.
Verfasst: 20. Jul 2004, 00:42
von NoJ
In "Die Indianer von Cleveland" werden die FehlSchlaege des jeweiligen SchlagMannes mit "Streich eins", "Streich zwei", "Streich drei -> und raus" uebersetzt... sind wohl auch noch mehr solcher Juwelen in der Synchronisation dieses Films enthalten.
so long
NoJ
Verfasst: 20. Jul 2004, 15:27
von Der Glanz
Weitere Höhepunkte in der Synchronisation dieser Filmreihe:
-Der Spitzname von Charlie Sheens Charakter (Wild Thing) wird mit Wildding übersetzt
-Einige Fans auf den Rängen sprechen mit Berliner Akzent
Verfasst: 20. Jul 2004, 15:32
von Brian
Der Glanz hat geschrieben:-Einige Fans auf den Rängen sprechen mit Berliner Akzent
Ist das nicht nur einer? Irgendwie find ich den ziemlich drollig.
Verfasst: 20. Jul 2004, 18:06
von The Mars Volta
Vielleicht war das eine Lösung der deutschen Synchronisateure, die Sprache der afrikanischen Amerikaner, aka. Jive, ähnlich "lustig" in's Deutsche zu importieren, wie es auch in "Airplane" ("Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug") geschah.
Verfasst: 21. Jul 2004, 11:16
von Der Glanz
Bei den Fans handelte es sich ausschließlich um Weiße. Aber ich vermute ebenfalls, daß irgendein amerikanischer Akzent so ins Deutsche übertragen werden sollte. Aber während bei "Airplane" der Gag gelungen war (Schwarze sprechen mit bayrischem Dialekt), wirkte der Berliner Dialekt in besagtem Film völlig fehl am Platze.
Jacky Chan Film
Verfasst: 31. Jul 2004, 12:46
von rue-tigre
Im Jacky Chan Film "Der Superfighter" aus den unbedarften 70gern --- (Originaltitel, soweit ich weiss: Operation 1) es gibt auch einen 2.Teil ---
der im alten Hongkomg im Hafenmilieu spielt, sprechen alle Piraten mit Hamburger Dialekt, was dem Film in meinen Ohren erst die rechte Würze verleiht.
Und hier mein absoluter Lieblingsdialog aus einem (weiss nicht mehr welchem) Jacky Chan Film:
Die Gangsterbosse haben sich ins Nebenzimmer zur privaten Verhandlung zurückgezogen, die Anwälte bleiben gleichfalls unter sich.
1.Anwalt: Egal wie es auch ausgeht, wir Anwälte verdienen immer.
2.Anwalt: Und das nicht zu knapp!
Verfasst: 1. Aug 2004, 12:22
von Weltalltag-Man
Lieber terf,
heißt es wirklich "i want more life, fucker" im bedächtigen BladeRunner, den ich noch nicht auf Englisch hören konnte? Schließlich ist der angesprochene Tyrell doch tatsächlich der geistige Vater Battys. Solch vulgärer Ausdruck paßt mir doch gar nicht so recht zur Rolle des philosophierenden Androiden, sowie zum gesamten melancholisch-ruhigen Film. Falls Battys Begegnung mit dem eigenen Schöpfer im Original wirklich so platt daherkommt, bevorzuge ich ausnahmsweise mal die deutsche Adaption.
Ich erinnere mich übrigens an einen Kung-Fu-Film, der etwa 1989 mit ausschließlich Bayerischer Übersetzung gesendet wurde und von Pro 7 als Mordsgaudi angekündigt wurde. Bis zum heutigen Tag habe ich den folgenden Satz eines wilden, dicken Chinesen nicht vergessen: "I schlohg hia glai ois zusammn!".
Verfasst: 1. Aug 2004, 13:17
von terf
Weltalltag-Man hat geschrieben:Lieber terf,
heißt es wirklich "i want more life, fucker" im bedächtigen BladeRunner, den ich noch nicht auf Englisch hören konnte?
nun, nachdem ich meinen obigen beitrag geschrieben habe, recherchierte ich noch ein wenig und fand mehrere seiten, die meine aussage bestätigen. auf imdb ist jedoch zu lesen, daß scott hauer angewiesen haben soll, den "fucker" absichtlich etwas nach "father" klingen zu lassen, um die ambivalenz der beziehung hervorzuheben. wenn sie sich jedoch das original anhören, hören sie ein "fucker". ich kann da beim besten willen kein "father" entdecken. aber bilden sie sich selbst ein urteil, ich hab das mal als <a href="images_non_phpBB2/p23355/blade_runner.mp3">mp3 hochgeladen</a>.
ein argument für den "father" wäre, daß tyrell etwas später im selben dialog von batty als dem "prodigal son" spricht.
allerdings haben sie recht, daß dieses "fucker" nicht in die sonstigen dialoge hineinpasst. nichtsdestotrotz wollte es der regisseur so haben, und das sollte man respektieren. immerhin würde man dieses argument ja auch benutzen, wenn man lieber filme im original guckt, damit man der unklaren übersetzung aus dem weg geht.
Verfasst: 3. Aug 2004, 10:23
von Standardsituation
terf hat geschrieben: auf imdb ist jedoch zu lesen, daß scott hauer angewiesen haben soll, den "fucker" absichtlich etwas nach "father" klingen zu lassen
Eine, wenn man sich die konsonantischen Gegebenheiten vergegenwärtigt, reichlich dämliche Regieanweisung.
Schön, daß Hauer sie ignoriert hat, denn das, was bei dem Versuch unweigerlich herausgekommen wäre, hätte wohl noch viel weniger zum Ton des Filmes gepaßt.
Da möchte ich gleich noch eine weitere Übersetzung aus einem Film beisteuern, welche die Grenzen des Verzeihlichen sprengt.
Am Schluß von "Man nannte ihn Hombre", im Original schlicht "Hombre", erschießen sich Paul Newman und der Mexikaner, der ihn die ganze Zeit "Hombre" gerufen hat, gegenseitig. Sterbend bittet der Mexikaner, ihm wenigstens den Namen dessen zu nennen, der ihn getötet hat. Darauf, und jetzt kommt’s, wird ihm in der deutschen Fassung beschieden: „Sie nannten ihn Hombre.“ Das ist vollkommen blödsinnig und hat mich immer in tiefe Verwirrung gestürzt, denn
niemand nannte ihn Hombre, bis auf den sterbenden Mexikaner.
Jetzt habe ich endlich die DVD zu fassen bekommen: Das, was mit „Sie nannten ihn Hombre“ übersetzt wurde, lautet im Original plötzlich sinnvoll „He was called John Russel“.
Können Sie mir wohl sagen, was der Übersetzer sich dabei gedacht haben mag? Und warum aus diesem Akt sinnentstellender Willkür auch noch der deutsche Filmtitel hergeleitet wurde? Reine Bosheit, Protest gegen irgendein System?
Das ganze mag vielleicht in irgendeiner Form auf die mir nicht bekannte Romanvorlage zurückgehen, aber so ist es einfach völlig unverständlich.
Verfasst: 12. Aug 2004, 01:20
von MMC
Aus zweiter Hand (siehe
http://www.bildblog.de/2004/08/frau-mit ... tnder.html ) die folgende, nette Uebersetzung:
„Einmal, als er schlief, beglückte ich ihn mit dem Mund. Er rief plötzlich 'Oh mein Gott, was machst du nur mit mir?'. Ich liebe Oral-Sex. Ich habe meine Technik schon mal meinen Freundinnen auf einer Party gezeigt – mit einem acht-armigen Kerzenständer.“
Woooa. Mit einem acht-armigen Kerzenstä... Mit was? Moment - wo hatte "Bild" das noch einmal abgeschrieben? Aus der "News Of The World". Und was steht da?
I've even demonstrated to my girlfriends at dinner parties how to do it, using an eight-inch candle.
Verfasst: 23. Aug 2004, 18:35
von Olaf Ittenbach
Das Wortspiel "Shaun of the Dead" wird in Deutschland natürlich mit "Ein Zombie kommt selten allein" übersetzt ...
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=49739
Verfasst: 23. Aug 2004, 20:38
von katchoo
In diesem Film mit Meryl Streep, der da gerade im Fernseh läuft, hat der Typ gerade gesagt bzw. gebrüllt: "Das ist so eine Bullenscheiße!"
Sagt man bei uns jetzt so?
Oder hielt die übersetzende Person das für ein peppiges Wortspiel, weil Frau Streep eine Schauspielerin spielt, die zu diesem Zeitpunkt, nach den Dreharbeiten, immer noch in ihrem Kostüm, einer Polizeiuniform, rumläuft?